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Arbeiten mit inneren Anteilen

Wenn unterschiedliche Seiten in uns gleichzeitig etwas anderes wollen.

Wir alle sind von unterschiedlichen Erfahrungen, Beziehungen und Situationen geprägt. Daraus entstehen verschiedene Bedürfnisse und Seiten in uns, die nicht immer dasselbe wollen.

Ein Teil möchte etwas verändern, ein anderer möchte lieber auf Nummer sicher gehen. Einer drängt nach vorne, während ein anderer bremst. Solche inneren Spannungen sind nichts Ungewöhnliches.

 

In der Beratung machen wir diese unterschiedlichen Seiten sichtbar. Mit Aufstellungen, Visualisierungen und anderen Methoden können wir sie aus einer neuen Perspektive betrachten und miteinander in Kontakt bringen.

 

Es wird erlebbar, was in uns wirkt – und was sich verändern lässt.

Ein anderer Blick auf innere Spannungen

Ein Teil in Ihnen möchte etwas verändern. Ein anderer möchte lieber festhalten, was vertraut und sicher ist.

Vielleicht kennen Sie die Situation, dass Sie eigentlich genau wissen, was Sie tun möchten – und trotzdem nicht danach handeln. Oder dass Sie sich für etwas entscheiden möchten und gleichzeitig eine andere Seite in Ihnen dagegenhält.

 

Diese Seiten sind nicht das Problem. Oft versuchen sie, etwas für Sie zu bewahren: Sicherheit, Zugehörigkeit, Kontrolle oder Schutz.

 

In meiner Arbeit geht es deshalb nicht darum, eine dieser Seiten loszuwerden. Wir schauen, was hinter den unterschiedlichen Bewegungen steckt und was sie brauchen. Mit Aufstellungen und Visualisierungen können diese inneren Prozesse sichtbar und erlebbar werden.

So entsteht die Möglichkeit, die unterschiedlichen Seiten miteinander in Kontakt zu bringen –
statt dass eine gegen die andere arbeiten muss.

Ein Beispiel 
aus meiner Praxis

Eine Klientin kommt in die Beratung, weil sie sich ständig erschöpft fühlt.

Ausgangssituation

Sie hat sich bereits intensiv mit sich selbst beschäftigt und versteht, woher ihr hoher Anspruch kommt. Trotzdem gelingt es ihr im Alltag kaum, Grenzen zu setzen oder gut für sich zu sorgen.

 

Der Druck ist ständig da. Egal, wie viel sie tut, es bleibt das Gefühl, dass es nicht reicht.

Oft merkt sie erst im Nachhinein, wie sehr sie wieder über ihre eigenen Grenzen gegangen ist.

Was sich in der Arbeit zeigt

Im gemeinsamen Arbeiten werden nach und nach unterschiedliche innere Seiten sichtbar.

Da ist zum Beispiel die Stimme:

„Du musst es perfekt machen.“

 

Und eine andere sagt:

„Du musst es allen recht machen.“

Diese Seiten wirken schnell und oft automatisch. In solchen Momenten fühlt es sich für sie nicht wie eine bewusste Entscheidung an, sondern eher wie ein innerer Zwang, weiterzumachen.

Es geht nicht darum, eine dieser Seiten loszuwerden.

Im weiteren Prozess kann vielmehr deutlich werden, was jede von ihnen braucht – und wie die unterschiedlichen Bedürfnisse miteinander in Kontakt kommen können.

So entsteht nach und nach mehr Verständnis für das eigene Erleben und dafür, warum es manchmal so schwer ist, anders zu handeln.

Wenn Sie sich in solchen inneren Spannungen wiederfinden, kann es hilfreich sein, diese genauer zu betrachten.

Gemeinsam schauen wir darauf, welche Stimmen in Ihnen wirken und wie ein hilfreicher Umgang damit entstehen kann.

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