Warum Veränderung oft schwerfällt – obwohl wir wissen, was uns guttut
- wagenfeld-nina
- 20. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Juli

Warum Veränderung trotz guter Vorsätze schwerfällt
Du weißt eigentlich, was dir guttun würde.
Dieses Gefühl kennen viele Menschen.
Und oft entsteht daraus der Eindruck, mit einem selbst stimme etwas nicht.
Früher ins Bett gehen.
Nein sagen.
Eine Pause machen.
Etwas verändern.
Und trotzdem tust du es nicht.
Stattdessen machst du weiter.
Funktionierst.
Hältst durch.
Und ärgerst dich vielleicht über dich selbst.
Dieses „Wissen und Nicht-Handeln“ hat oft einen Grund
Viele Menschen erleben diesen inneren Widerspruch.
Ein Teil weiß, was gut wäre.
Ein anderer Teil handelt anders.
Das wirkt schnell wie ein Problem.
Oder wie ein persönliches Scheitern. Dabei steckt häufig etwas anderes dahinter. In meiner Praxis betrachten wir solche inneren Widersprüche häufig als Ausdruck unterschiedlicher innerer Anteile – nicht als persönliches Versagen.
Ein anderer Blick darauf
In der systemischen Arbeit gehen wir davon aus, dass dieses Verhalten einen Sinn hat.
Auch wenn er im ersten Moment nicht sichtbar ist.
Der Teil, der dich antreibt, könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass du zuverlässig bist. Dass du funktionierst.
Dass du dich nicht angreifbar machst.
Vielleicht hat er dir in anderen Lebensphasen geholfen, mit bestimmten Situationen umzugehen.
Warum Veränderung oft nicht einfach „umsetzbar“ ist
Wenn solche inneren Anteile sehr präsent sind, reagieren sie oft schnell und automatisch.
Dann reicht es nicht aus, etwas zu „wissen“.
Der innere Druck ist stärker als der gute Vorsatz.
Und genau deshalb scheitern viele Versuche, etwas einfach anders zu machen.
Was stattdessen helfen kann
Statt sich selbst weiter unter Druck zu setzen, kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen:
Was genau passiert in solchen Momenten?
Welche Stimmen werden laut?
Und wofür stehen sie?
Oft entsteht bereits durch dieses Verstehen mehr Abstand.
Und damit auch mehr Möglichkeit, anders zu reagieren.
Ein erster Schritt
Es geht nicht darum, sich sofort zu verändern.
Sondern darum zu verstehen, was in einem selbst wirkt.
Wenn dieser Blick sich verändert, verändert sich oft auch der Umgang mit sich selbst. Veränderung beginnt oft nicht damit, sich mehr anzustrengen. Sondern damit, sich selbst besser zu verstehen. Wie eine systemische Einzelberatung dabei unterstützen kann, erfährst du hier.




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