Warum ich weiß, was gut für mich wäre – es aber trotzdem nicht tue
- wagenfeld-nina
- 20. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Apr.

Du weißt eigentlich, was dir guttun würde.
Früher ins Bett gehen.
Nein sagen.
Eine Pause machen.
Etwas verändern.
Und trotzdem tust du es nicht.
Stattdessen machst du weiter.
Funktionierst.
Hältst durch.
Und ärgerst dich vielleicht über dich selbst.
Dieses „Wissen und Nicht-Handeln“ hat oft einen Grund
Viele Menschen erleben diesen inneren Widerspruch.
Ein Teil weiß, was gut wäre.
Ein anderer Teil handelt anders.
Das wirkt schnell wie ein Problem.
Oder wie ein persönliches Scheitern.
Ein anderer Blick darauf
In der systemischen Arbeit gehen wir davon aus, dass dieses Verhalten einen Sinn hat.
Auch wenn er im ersten Moment nicht sichtbar ist.
Der Teil, der dich antreibt, könnte zum Beispiel dafür sorgen, dass du zuverlässig bist. Dass du funktionierst.
Dass du dich nicht angreifbar machst.
Vielleicht hat er dir in anderen Lebensphasen geholfen, mit bestimmten Situationen umzugehen.
Warum Veränderung oft nicht einfach „umsetzbar“ ist
Wenn solche inneren Anteile sehr präsent sind, reagieren sie oft schnell und automatisch.
Dann reicht es nicht aus, etwas zu „wissen“.
Der innere Druck ist stärker als der gute Vorsatz.
Und genau deshalb scheitern viele Versuche, etwas einfach anders zu machen.
Was stattdessen helfen kann
Statt sich selbst weiter unter Druck zu setzen, kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen:
Was genau passiert in solchen Momenten?
Welche Stimmen werden laut?
Und wofür stehen sie?
Oft entsteht bereits durch dieses Verstehen mehr Abstand.
Und damit auch mehr Möglichkeit, anders zu reagieren.
Ein erster Schritt
Es geht nicht darum, sich sofort zu verändern.
Sondern darum zu verstehen, was in einem selbst wirkt.
Wenn dieser Blick sich verändert, verändert sich oft auch der Umgang mit sich selbst. Wenn du solche inneren Widersprüche bei dir kennst, kann es hilfreich sein, diese genauer zu betrachten.



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