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Manchmal beginnt Entwicklung mit Innehalten

Winterliche Landschaft mit kahlen Bäumen, frostigem Gras und tief stehender Sonne am Horizont in ruhiger Morgenstimmung

Manchmal beginnt Entwicklung mit Innehalten

Es gibt Phasen im Leben, in denen sich nichts klar anfühlt. Keine Richtung, kein nächster Schritt, kein sichtbarer Fortschritt. Und oft entsteht genau dann innerer Druck: Ich müsste doch weiter sein. Es müsste doch etwas passieren.

Aus systemischer Perspektive ist dieses Erleben jedoch kein Zeichen von Stillstand. Es ist häufig ein Übergang.

Entwicklung ist nicht immer sichtbar

In unserer Gesellschaft wird Entwicklung oft mit Aktivität gleichgesetzt: entscheiden, verändern, vorangehen. Doch viele bedeutsame innere Prozesse verlaufen anders. Sie sind leise, langsam und zunächst kaum sichtbar.

Wie in einer winterlichen Landschaft: Nichts blüht, nichts drängt nach außen – und dennoch bereitet sich etwas vor.

Systemisch betrachtet gehören solche Phasen zum natürlichen Prozess von Selbstregulation, Neuorientierung und innerer Klärung. Nicht alles, was sich entwickelt, zeigt sich sofort im Außen.

Der Wert des Innehaltens

Innehalten bedeutet nicht, aufzugeben oder stehenzubleiben. Es bedeutet, wahrzunehmen, was gerade da ist.

Oft entsteht Klarheit nicht durch Druck oder schnelle Lösungen, sondern durch Raum. Raum, in dem sich etwas sortieren darf.

Entwicklung darf Zeit haben

Nicht alles muss jetzt wachsen. Nicht alles braucht sofort eine Entscheidung oder ein Ziel.

Entwicklung geschieht oft dann, wenn wir ihr erlauben, sich in ihrem eigenen Tempo zu zeigen.

Ein leiser Impuls zum Abschluss

Vielleicht magst du dich in den kommenden Tagen fragen:

– Was darf gerade sein, ohne dass ich es verändern muss?– Wo könnte weniger Druck mehr Klarheit ermöglichen?– Was braucht im Moment Zeit?

Manchmal beginnt Entwicklung genau hier: mit Innehalten.

 
 
 

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